Gedanken zur Malerei
Die Klarheit des Frühlingslichts,
die flirrende Hitze der Sommersonne,
die Kühle unter dem Blätterdach,
die dampfende Wärme der Erdscholle,
die Frische,
wenn der nackte Fuß in den Morgentau tritt,
das wilde Temperament des Gewittersturmes,
das bereits ein leises Klirren
des nahenden Winters ahnen lässt:
All diese Gedanken, die aus diesem Ur-Erleben erwachsen
und die Musik, die in leisen Tönen mitschwingt,
bis sie zum farbigen Orkan anschwillt,
sind die Quellen meiner Bilder.
Gila von Vietsch